DER ANWALT - TEIL 1

Was macht ein Anwalt eigentlich wirklich und wie wird man Anwalt?

Weltveränderer, Unrechtverteidiger. Armani-Anzugträger, schicke-Autos-Fahrer, Frauen (-und Männer)- Versteher, Held... Hollywoodfilme können so schön sein.

Aber was macht ein Anwalt eigentlich wirklich und wie wird man Anwalt?

Die Begriffsdefinition: „Rechtsanwalt“ oder auch „Advokat“ stammt von dem germanischen Wort 'rehta' ab und bedeutet „richten“, 'anawalt' bedeutet „Gewalt“.

Und das bedeutet in der Kurzform: Der juristische Beistand einer Person.

Und was macht „der Beistand einer Person“?

Man arbeitet entweder in einer Anwaltskanzlei oder als Rechtsbeistand für Unternehmen. Oder man geht in den Staatlichen Dienst und wird Staatsanwalt oder Richter. Die Aufgaben eines Rechtsanwalts sind allgemein die Vertretung eines Mandanten in Rechtsfragen, er berät, analysiert die Rechtslage und klärt darüber auf, ob diese ggf. vor Gericht durchzusetzen ist. Ist es soweit, begleitet er den Mandanten zu Gerichtsterminen und verritt sein Anliegen. Ein Rechtsanwalt ist aber ein so genanntes „unabhängiges Organ der Rechtspflege“. Das heißt, der Rechtsanwalt ist nicht nur seinem Mandanten sondern auch der Rechtsordnung verpflichtet, er darf vor Gericht also nicht die Unwahrheit sagen. Außerdem ist es nicht gestattet, einen Mandanten zu vertreten, wenn er zuvor für die Gegenpartei gearbeitet hat. 
Es ist also nicht so, dass der Anwalt täglich brillante und umwerfende Plädoyers vor Gericht hält. Die meiste Arbeitszeit verbringt er damit Akten zu wälzen, Rechtslagen zu prüfen und Rechtsschriften zu verfassen.